Das Simpson-Protokoll – Hypnose, ohne alles erzählen zu müssen
Sie müssen Ihr Thema nicht noch einmal in Worte fassen. Es reicht, dass Sie selbst wissen, worum es geht.
Vielleicht haben Sie Ihre Geschichte schon oft erzählt, in Gesprächen, in früheren Therapien. Vielleicht fällt es Ihnen auch schwer, über ein Thema überhaupt zu sprechen. Beim Simpson-Protokoll ist das nicht nötig. Ich muss Ihr Thema nicht einmal kennen. Für viele Menschen ist das eine große Entlastung.
Entwickelt wurde das Simpson-Protokoll von der kanadischen Hypnosetherapeutin Ines Simpson. Ich habe es bei Hypnoschool gelernt.
Wie wir lernen – und warum alte Muster so hartnäckig sind
Das meiste, was wir im Leben gelernt, gesehen, gehört und erfahren haben, ist in unserem Unbewussten gespeichert, wie in einer großen Datenbank. Deshalb müssen wir nicht jeden Tag neu lernen, wie man mit Messer und Gabel isst, Fahrrad fährt oder eine Schleife bindet. Wir müssen auch nicht überlegen, ob das Tier auf vier Beinen ein Hund ist. Unser Unbewusstes ordnet es sofort richtig zu, ohne dass wir darüber nachdenken.
Genauso haben wir gelernt, auf bestimmte Reize zu reagieren. Wann wir das zum ersten Mal getan haben, wissen wir meist nicht mehr. Vermutlich war der Anlass zu unbedeutend, um ihn bewusst zu behalten. Aber jede dieser Reaktionen wurde eingeübt, und je öfter wir etwas tun, desto besser werden wir darin. So entstehen Gewohnheiten, Überzeugungen und Verhaltensweisen. Was einmal eine hilfreiche Reaktion war, wiederholt sich später unwillkürlich, manchmal auch dann, wenn wir es gar nicht mehr wollen.
Das Überbewusstsein
Beim Simpson-Protokoll arbeiten wir mit dem Überbewusstsein. Das ist der Teil unseres Geistes, der zwischen Körper, Seele und Geist vermittelt. Manche nennen ihn auch das höhere Selbst oder die innere Weisheit, andere denken an das kollektive Unbewusste nach C.G. Jung. Es gibt in uns einen Teil, der sehr viel weiß.
In einer tiefen Hypnose bekommen wir Zugang zu diesem Teil. Das Überbewusstsein ist dabei die eigentlich handelnde Instanz: Es greift auf die Datenbank Ihres Unbewussten zu und leitet die nötigen Veränderungsschritte ein. Ich bin dabei Ihre Reiseführerin. Ich führe Sie in die passende Tiefe, stelle die Fragen und begleite den Weg.
Wie eine Sitzung abläuft
Hypnose kennen Sie aus Ihrem Alltag. Wenn Sie gebannt einen Krimi schauen und alles um sich herum vergessen, oder wenn Sie sich in einem Tagtraum verlieren, sind Sie in Trance. In der Hypnose gehen wir tiefer in diesen Zustand, und zwar mit einer klaren Absicht.
In der Hypnose selbst spreche ich Sie mit Du an, weil das Unbewusste ein Du leichter versteht als ein Sie. Das besprechen wir natürlich vorher.
Hypnose ist kein Schlaf und kein Koma. Sie hören die ganze Zeit meine Stimme und nehmen sie bewusst wahr. Damit Sie in die passende Tiefe der Trance gelangen, bitte ich Sie, Ihrem Geist zu erlauben, meinen Anweisungen zu folgen. Auf einer bestimmten Ebene bitte ich Sie, einen Arm dort zu halten, während der übrige Körper noch tiefer in die Hypnose geht.
Dann legen wir an einer Hand Fingersignale fest: ein Finger steht für Ja, ein anderer für Nein. So muss sich Ihr bewusster Verstand nicht durch Reden einmischen. Er ist dabei wie ein Zuschauer im Theater oder im Stadion: Er sieht und hört alles, greift aber nicht direkt ein.
Anschließend stelle ich Ihrem Überbewusstsein viele Fragen, die es über die Fingersignale beantwortet. Je nach Antwort bitte ich es, die nötigen Veränderungsschritte einzuleiten. Das alles geschieht, während Sie in einer angenehm entspannten Hypnose sind.
Wobei das Simpson-Protokoll unterstützen kann
Das Simpson-Protokoll spricht den Menschen als Ganzes an: Gedanken, Gefühle, das Körpererleben und die spirituelle Seite. Deshalb setze ich es bei ganz unterschiedlichen Anliegen ein, z.B. bei
- Ängsten, Stress und innerer Unruhe,
- Selbstwertthemen und inneren Blockaden,
- belastenden Erfahrungen, über die Sie nicht sprechen möchten,
- dem seelischen Anteil von Schmerzen und dem Umgang mit ihnen,
- der Vorbereitung auf Zahnarztbehandlungen und Operationen,
- dem Wunsch, rauchfrei zu werden,
- inneren Blockaden rund um einen unerfüllten Kinderwunsch.
Ihr Anliegen ist hier nicht dabei? Dann sprechen Sie mich gern im Vorgespräch darauf an.
Warum ich das Simpson-Protokoll schätze
Beim Simpson-Protokoll kann ich mich mit meinen eigenen Bewertungen und Haltungen ganz weit zurücknehmen. Die Richtung bestimmt Ihr Überbewusstsein, nicht ich – ich bin die Reiseführerin. Für mich ist es eine der klientenzentriertesten Methoden, die ich kenne.
Wie viele Sitzungen braucht es?
Das ist sehr unterschiedlich und hängt von Ihrem Anliegen ab. Üblich sind zwei bis drei Sitzungen, oft auch mehr. Viele spüren schon früh, dass sich etwas zu bewegen beginnt. Der Weg selbst braucht dann seine Zeit.
Ihr erster Schritt
Wenn Sie spüren, dass Sie nicht noch einmal alles erzählen möchten und trotzdem etwas verändern wollen, dann lassen Sie uns reden. Im kostenlosen telefonischen Vorgespräch von 15 Minuten schauen wir gemeinsam, ob das Simpson-Protokoll für Sie passt. Die Sitzungen finden in meiner Praxis in Dorsten oder online statt.
Telefon 0170 4475084 · info@paar-und-traumatherapie-dorsten.online
Meine Angebote ersetzen keine ärztliche oder psychiatrische Behandlung.
